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TSV 1899 Königsbach e.V. 

Neuigkeiten vom TSV 1899 Königsbach


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14.03.2018

News 1. Mannschaft: Erstes Heimspiel 2018 gegen FC Speyer II

TSV Königsbach startet in die Rückrunde – Kantersieg gegen Speyer

Fast 100 Tage mussten die Spieler des TSV Königsbach warten, um sich die rot-blauen Trikots überzustreifen und in der A-Klasse Rhein-Mittelhaardt auf Punktejagd gehen zu können. Der Punktelieferant an diesem Wochenende sollte die Mannschaft aus Speyer sein, die sich bereits in der Hinrunde als hartnäckiger Konkurrent erwies und der Mannschaft von Hörnschemeyer und Naumer mit einem 2:2-Remis zeigte, warum sie es verdient, im ersten Tabellendrittel zu stehen. Vor dem Spieltag trennte die beiden Mannschaften ein einziger Punkt (Königsbach allerdings mit zwei Spielen weniger), sodass das Spiel vieles versprach. Aufgrund der Auftaktniederlage der Domstädter waren diese bedacht, einen frühen Rückstand zu vermeiden. Das ist ihnen auch gut gelungen. Der TSV hat in den ersten zwei Minuten kein Tor geschossen. Danach wurde es Goldmann auf der rechten Seite zu bunt, also schnappte er sich das Kunstleder, schlug dieses auf den zweiten Pfosten und fand in Daniel Neu einen Abnehmer, der den Ball aus kurzem Winkel aufs Tor köpfte. In Zusammenarbeit mit seinen Mitspielern parierte der Speyrer Schlussmann den Torversuch, doch musste im nächsten Moment doch den Ball aus dem Tor holen, da Weiner richtig stand und den Ball irgendwie über die Linie stolperte. 1:0 für Königsbach. Dass der Stürmer auch anders kann, wollte er in der nächsten Aktion zeigen. Vom linken Strafraumeck zirkelte Weiner den Ball um den Torhüter herum und entlockte den Anhängern des TSV einen Freudenschrei, der mit einem dumpfen Schlag ein Ende fand – Pfosten und weiterhin 1:0 für die Heimmannschaft. Während Speyer total verunsichert agierte, nutzte Königsbach den Moment und setzte die gegnerische Defensive permanent unter Druck. Eine Weitschussmöglichkeit ergab sich Müller, der den Ball allerdings mit einem flachen Schuss über das Tor drosch. In der zehnten Spielminute sollte es ein Kamerad besser machen. Nach einem scharf geschossenen Eckball von Adam hielt Naumer die Stirn hin und beförderte per Kopf den Ball zwischen Latte und Torhüterhände in die Maschen. Wir fragten Deluse, was er über das Tor des Defensivspielers denkt: Wir Stürmer arbeiten genug nach hinten mit, da können die Verteidiger auch mal Tore schießen. Kurz danach wollte Goldmann sich ebenfalls in die Liste der Torschützen eintragen, aber nach einer schönen Ablage von Weiner landete sein abgefälschter Schuss von der Strafraumgrenze links vom Tor. Altrock wollte seinen Defensivkollegen in Nichts nachstehen und wurde zum Hauptdarsteller der nächsten Szene. Wieder brachte Adam einen scharfen Eckball in den Gefahrenbereich, in den Altrock sich reinstürzte, aber den Ball über die Querlatte mit dem wohlgeformten Kopf wuchtete. Der Ball ward nicht mehr gesehen. Am nächsten Tag konnte man in der Zeitung lesen, dass auf dem Mussbacher Rasen ein zweiter Spielball aus dem Nichts auftauchte und für Verwirrung sorgte. Auch nach dieser Aktion ließ der TSV nicht locker und ließ dem Gast keine Verschnaufpause. Flügelflitzer Dietzen eroberte auf Höhe der Mittellinie das Spielgerät und leitete mit einem Solo den Konter ein. Wohl zu schnell für seine Mitspieler und damit keiner vorhandenen Anspielstation drang der junge Spieler alleine in den Gefahrenbereich des Gegners ein, umspielte einige Abwehrleute und ließ auch den Torhüter nur zweiter Sieger sein. Wieder zappelte das Tornetz und wieder konnten die Königsbacher jubeln – 3:0.
Ja, bei Speyer lief es ziemlich – zum Glück nur in die falsche Richtung. Anscheinend hatten sich die Domstädter an den schwer bespielbaren Untergrund gewöhnt und kamen nach einem Eckball gefährlich vor das Tor von Hof. Ein lang gezogener Ball wurde vom gegnerischen Stürmer angenommen, der sich in einen Zweikampf mit den TSV-Verteidigern stürzte und dann stürzte. Die Schiedsrichterin pfiff zurecht ab und ließ den Stürmer den Ball auf den Elfmeterpunkt legen. Hof, bis dahin beschäftigungslos, ahnte die Ecke und hielt mit einem Hechtsprung ins linke Eck die Null fest. Sogar so war Speyer nicht in der Lage, ihre spielerische Unterlegenheit in Tore umzumünzen. Doch in dieser Phase besannen sich die Gäste auf ihre Stärke und suchten öfter den Weg in den Gefahrenbereich des Gastgebers. Nach einem Ballverlust und einer guten Ballstafette wurde ein Speyrer Stürmer in den Sechzehner geschickt, wo er nach einem Zweikampf mit Buschlinger zu Fall kam. Dieses Mal blieb der Pfiff aus, wobei sich nur sehr wenige über einen beschwert hätten. Vor der Halbzeitpause sollte nichts mehr passieren und es blieb beim 3:0 für den TSV Königsbach. Zu fünfzig Prozent war das Spiel geschafft, aber die halbe Miete ist das ja noch nicht, also musste die Heimelf weiterhin Gas geben.
Für Altrock schien das Spiel wohl entschieden zu sein, denn nach etwa 60 Minuten hatte der bis dahin und danach stark aufspielende Verteidiger eine geniale Idee, die einen Ballverlust und eine 1-zu-1-Situation zwischen gegnerischen Stürmer und Hof zu Folge hatte. Der Stürmer behielt die Überhand und umrundete Hof, aber Altrock positionierte sich auf der Torlinie, wodurch der Stürmer wohl verunsichert wurde. Als der Stürmer zum Schuss ausholte, gingen wohl alle davon aus, dass er den Ball auf jeden Fall wahrscheinlich im Tor unterbringen wird, aber er schoss den Ball gegen das Quergebälk und demonstrierte eindrucksvoll, dass Brehme Recht hatte: Haste Scheiße am Fuß, haste Scheiße am Fuß! Das war nun endgültig der KO-Schlag für die Gäste, da dies die letzte gefährliche Aktion bleiben sollte. Ab dem Zeitpunkt spielte nur noch der TSV. Den Anfang machte Daniel Neu. Nach einem schön vorgetragenen Angriff kam Weiner links auf der Torauslinie an den Ball, flankte auf den langen Pfosten und sah Neuzugang Daniel Neu, der den Ball per Flugkopfball ins lange Eck beförderte. Nach einer über zwei Jahren langen Zwangspause gab Neu sein Debut und belohnte seinen Einsatz mit seinem ersten Tor. Herzlichen Glückwunsch hierzu. Zehn Minuten später und einem Konter über Buschlinger auf der linken Seite war die Heimoffensive zwar in Unterzahl – zwei gegen zwei – aber Buschlinger sah auf der anderen Seite den eben genannten Torschützen, der sich alleine auf den Weg zum Tor machte. Aus leicht spitzem Winkel bewies Neu seine Geberqualitäten und schenkte den Gästen den fünften Gegentreffer ein. Kurze Zeit später war das Duzend voll und Torschütze war wieder Neu. Dieses Mal allerdings Eduard Neu, der nach einer Stafette über Deluse und Müller frei vorm Tor zum Abschluss kam und eiskalt den 6:0 Endstand markierte.
Im Großen und Ganzen war es ein abwechslungsreiches Spiel. Erst war die eine Mannschaft vorne und dann die anderen hinten. Die Speyrer Mannschaft erwies sich an diesem Wochenende als Sympathieträger und schenkte nach einer sehr fairen Partie sympathisch die Punkte her. Auch fragten wir bei Trainer Hörnschemeyer, welche Rituale er vor den letzten Spielen hatte, da seine Mannschaft eine Monsterserie hingelegt hat. Seine Antwort: Ich habe keine Rituale, bloß die Dinge, die man immer gleich macht.
Nun gilt es, den Sieg zu genießen und sich auf die nächste Aufgabe vorzubereiten, denn die nächsten 90 Minuten sind immer die schwersten. Am Sonntag tritt der TSV beim TuS Mechtersheim an, also gegen die Mannschaft, die den TSV zuletzt bezwang. Wir hoffen auf zahlreiche und tatkräftige Unterstützung, die wir mit einem aufopferungsvollen Einsatz zurückzahlen wollen.



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