Homepage

TSV 1899 Königsbach e.V. 

Neuigkeiten vom TSV 1899 Königsbach


Zurück zur Übersicht

22.11.2017

News 1. Mannschaft: Bericht 18. Spieltag

Königsbach baut Serie aus – Sieg gegen SV Rot-Weiss Seebach

Am 19. November des Jahres 1969 erzielt ein gewisser Pelé in seiner Vereinskarriere sein 1000. Tor. Genau 48 Jahre später, aber auf dem europäischen Kontinent, kommt es im schönen Ortsteil Königsbach zum Spitzenspiel zwischen dem Drittplatzierten TSV Königsbach und dem Zweitplatzierten SV Rot-Weiss Seebach. Vor der Begegnung der beiden Mannschaften schaffte es der Gast aus Seebach, in den letzten neun Spielen sieben Siege, ein Remis und eine Niederlage einzufahren, während die Heimelf keines ihrer letzten neun Spiele (darunter vier Remis) verloren hat. Seebach holte also 22 und der TSV 19 Punkte, womit Seebachs Chancen bei 60:50 standen. Doch Statistiken sind nur blinde Hellsehereien und nur für Statisten, doch letztlich zählt das, was aus dem Platz ist, und das ist, was zählt.
Anscheinend super eingestellt von dem Trainerduo Hörnschemeyer/Naumer begann der Gastgeber auch sehr forsch und übernahm schnell die Initiative, sodass die erste Tormöglichkeit nicht lange auf sich warten ließ. Diese gehörte Weiner, der nach einem Zuspiel von rechts aus spitzem Winkel abzog und den Torwart zum ersten Eingreifen zwang, der den Ball zum Eckball klärte. Im Anschluss an diese Szene kam Königsbach mehrere Male mit Dietzen auf der rechten Seite in die Nähe des Strafraumes, aber seine Flanken durfte der Torhüter hinter dem Tor im hohen Gras suchen. Auch Seebach versteckte sich nicht und erspielte sich recht früh eine Einschussmöglichkeit aus spitzem Winkel. Doch wie auf der anderen Seite konnte auch TSV-Torhüter Hof seine Mannschaft vor dem Rückstand bewahren. In der 21. Spielminute war wieder Königsbach an der Reihe. Deluses schöner Alleingang wurde zwar an der Strafraumgrenze beendet, aber der Ball noch im Gefahrenbereich wieder durch Buschlinger erobert und an Dietzen in den 16er weitergereicht. Dieser setzte sich gegen einen Gegenspieler durch, bewies vor dem Tormann seine mentale Stärke und netzte mit einem flachen Schuss zur Führung ein. Während sich die Mitspieler mit dem jungen Torschützen noch freuten, verarbeitete Seebach das Gegentor und setzte zum Gegenangriff an. Aufgrund eines Abstimmungsfehlers zwischen Hof und seinen Vorderleuten kam der Seebacher Stürmer am linken Strafraumrand an den Ball, spielte diesen flach vor das Tor und reckte beide Arme in die Höhe, da sein Kamerad mit einem Abstauber den Ausgleich markierte. Doch wie in den letzten Wochen zeigte sich Königsbach total unbeeindruckt und versuchte, die Führung wiederherzustellen. Chancen ergaben sich durch Buschlinger, dessen Versuch aus etwa 18 Metern abgeblockt und geklärt werden konnte oder durch Weiner, der es mit dem Rücken zum Tor mit einem Volley probierte, den Ball aber nicht richtig erwischte und so keinen Druck hinter das Spielgerät bekam. Auch wenn kein Tor dabei rausspringen wollte, zeigte Königsbach eine geschlossene Mannschaftsleistung. Symptomatisch dazu ein Foulspiel von Verteidiger Altrock bei einem Konter der Seebacher, obwohl ein TSV-Spieler am Boden lag. Nach einem Ballverlust war Altrock zur Stelle und unterband den laufenden Konter mit einem Foul, das mit einer gelben Karte geahndet wurde. Ab dem Zeitpunkt behaupteten die Seebacher, der Altrock sei ein brutales Schwein, aber die kennen ihn nicht richtig. Er geht höchstens über die eigene Leiche und gab sich nach dem Foulspiel sichtlich Mühe, nur noch sympathisch zu grätschen. Ich selbst finde, dass jemand, der foult, einfach zu faul ist, um richtig zu spielen, aber wenn jemand Streicheleinheiten braucht, dann soll er sich eine Katze anschaffen. Auf jeden Fall ging es für alle Beteiligten weiter und Königsbach erhöhte den Druck und den Einsatz. Während die Seebacher einen hohen Ball im Aus sahen, erlief Deluse den Ball noch vor der Grundlinie und flankte butterweich auf den zweiten Pfosten, wo sich zufälligerweise Weiner aufhielt und zur wiederholten Führung kurz vor dem Halbzeitpfiff einnickte.
Nach der Pause verstärkte Königsbach den Druck und erarbeitete sich ein Übergewicht, das sich zwar nicht in Toren oder Chancen, aber in Eckbällen bemerkbar machte. Während die ersten Versuche keinen Abnehmer fanden, wurde es in der 59. Minute für die Gäste sehr gefährlich. Martin Adam brachte den Ball von der rechten Seite punktgenau auf den ersten Pfosten. Ein Königsbacher Kopf reckte sich nach oben und beförderte den Ball zwischen Torhüter und Abwehrspieler über die Linie zur Zwei-Tore-Führung. Es war mal wieder Weiner mit Köpfchen. Einige Königsbacher Spieler behaupteten nach dem Spiel, auf Weiners Kopf Schnee gesehen zu haben, nachdem dieser nach seinem Sprung landete. Doch auch die junge Seebacher Mannschaft zeigte, warum sie so weit oben steht und gab nicht auf. Daraus resultierte eine gute Einschusschance für die Gäste, die zuerst an Hof scheiterten und nicht zum Nachschuss kamen, da Kolbenschlag den abgewehrten Ball aus dem Gefahrenbereich beförderte. Auch Königsbach vergab gute Chancen, das Spiel frühzeitig zu entscheiden. Zwei Mal war es Müller, der einmal rechts und einmal links am Tor vorbeischoss und die Seebacher Hoffnungen am Leben ließ. Aus einer Abseitsposition durfte ein Gästestürmer ungehindert auf Hof zulaufen. Dieser verkleinerte den Winkel und ließ den ersten Versuch scheitern. In den darauffolgenden Nachschuss warf sich der Torhüter ohne Rücksicht auf Verluste hinein und klärte mit Fäusten, Gesicht oder Körper und besiegelte wohl mit dieser starken Aktion alle Hoffnungen der Gäste, die in der 84. Spielminute mitansehen mussten, wie Weiner einen Ball über die Abwehr im Strafraum verarbeitete zum besser postierten Dietzen auf links legte. Dieser verschaffte sich mit seiner Ballannahme in die Mitte einen besseren Schusswinkel und blieb im zweiten persönlichen Duell mit dem Torhüter wieder Sieger. 4:1 durch den Flügelflitzer und damit die Vorentscheidung im Spiel. Nach dem Spiel grüßte Dietzen in dem Interview seinen Vater und seine Mutter und ganz besonders seine Eltern. In den letzten Minuten des Spiels konnte Königsbach noch weitere Treffer erzielen, doch Deluse scheiterte mit einem Lupfer und dem Versuch, den Torhüter zu umspielen.
Zusammenfassend kann man sagen, dass der Sieg absolut verdient war und auf eine starke Mannschaftsleistung zurückzuführen ist, die an diesem Tag gepaart war mit einem einfachen und sehr erfolgreichen Fußball.
Bedanken will sich die Mannschaft bei allen Anhängern, die seit Wochen jedem Wetter trotzen und die Mannschaft unterstützen. Vielen Dank dafür.
Am Samstag beginnt die Rückrunde mit dem Spiel gegen Palatia Böhl, in der wir wieder auf zahlreiche und tatkräftige Unterstützung hoffen, die wir mit aufopferungsvollem Einsatz zurückzahlen wollen und werden.



Zurück zur Übersicht