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TSV 1899 Königsbach e.V. 

Neuigkeiten vom TSV 1899 Königsbach


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11.11.2017

News 1. Mannschaft: Bericht 16. Spieltag

Drei Weiner-Tore und doch wieder „nur“ Remis
Während sich am 10.11.2017 die englische und deutsche Nationalmannschaft in freundschaftlicher Manier den Ball hin und her spielten, kam es am 16. Spieltag in Altdorf zum Spitzenspiel zwischen dem Tabellenführer aus Altdorf-Böbingen und dem Tabellendritten aus Königsbach. Nach den unglücklichen Punkteteilungen aus den letzten beiden Spielen wollten die Spieler von Hörnschemeyer und Naumer mal wieder einen Dreier einfahren und den dritten Platz in der Tabelle festigen. Zwar stand mit Altdorf eine große Hürde vor dem TSV, aber Königsbach reiste nicht an, um nur Hallo zu sagen, sondern den Tabellenprimus zu „bekämpfen“. Für das Unterfangen stand nach seiner Schulterverletzung wieder Deluse zur Verfügung, der dem Trainergespann vor dem Spiel klarmachte: Ein David Deluse lässt sich nicht von seinem Körper besiegen. Ein David Deluse entscheidet selbst über sein Schicksal.
Auf dem sehr engen und durch einen leicht schief fallenden Regen durchnässten Rasen zeichnete sich bereits nach kurzer Zeit ein Spiel ab, das durch viele Zweikämpfe geprägt werden sollte. Beide Mannschaften entschieden sich für die Gangart, den Gegner durch frühes Stören nicht ins Spiel kommen zu lassen und die Ballverluste mit schnellen Kontern zu beantworten und im besten Fall zu bestrafen. Das erste Tor aber sollte trotzdem aus einer Standardsituation resultieren. In der 18. Spielminute schlug Deluse einen Ball aus dem Halbfeld auf den langen Pfosten, wo Weiner goldrichtig stand und ins rechte untere Eck einnickte. Der Altdorfer Schlussmann konnte zwar den Ball noch berühren, aber nicht das Gegentor verhindern. Der Gastgeber erhöhte nun den Druck, sodass Hof zwei Mal klären musste. Beim ersten Mal entschärfte er mit einer Flugeinlage einen Schuss aus 20 Metern und beim zweiten Mal behielt er in einer Eins-gegen-Eins-Situation die Überhand und Königsbach die 1:0-Führung. Nach 30 Minuten war er allerdings machtlos. Nach einem Pass drang ein Altdorfer Stürmer in den Strafraum ein und stellte sich dem Laufduell mit Lebrecht. Dieser versuchte noch beim Abschluss des Stürmers den Ball zu klären, aber bekam seinen Schlappen nicht entscheidend dazwischen, sodass der leicht abgefälschte Schuss in den Maschen landete. Wie ein getroffener Boxer schwankten nun die Gäste und der Gastgeber nutzte diese Verunsicherung. Zwei Minuten nach dem Gegentreffer flog ein Eckball in den Königsbacher Strafraum. Der Ball wurde 20 Meter entfernt aus dem Strafraum geköpft. Leider ein Meiter nach vorne und 19 Meter in die Höhe. Den herunterfallenden Ball wollten Naumer und Goldmann aus der Gefahrenzone befördern, doch bei der Rettungsaktion stießen die Mannschaftskollegen zusammen, sodass der Ball weiterhin im Strafraum blieb. Ein Altdorfer Spieler nutzte das Durcheinander und versetzte den Königsbachern mit einem flachen Linksschuss den zweiten Nackenschlag innerhalb weniger Minuten. Doch wie in den Spielen zuvor resignierte der TSV nicht. Resignation ist nämlich der Egoismus der Schwachen. Nur wenige Minuten später stürmte Königsbach auf das gegnerische Tor und wurde auch belohnt. Eine hohe Hereingabe von Müller in den 16er von Altdorf sorgte für Verunsicherung in der Abwehr, die es nicht schaffte, den Ball zu klären. Stattdessen landete das Leder vor Weiner, der mit seinem zweiten Tor an dem Abend zum verdienten Ausgleich einschob. In Folge dieser Aktion standen beide Abwehrreihen sicher und ließen nichts zu. Gefährlich wurde es nur aus Standardsituationen heraus. Eine davon war ein Eckball für Altdorf als der Ball auf die Querlatte geköpft wurde. Nach 45 Minuten pfiff der Schiedsrichter ab und entließ die Mannschaften in die Kabinen.
Wie in der ersten Halbzeit gehörte die erste gute Aktion dem Gast aus Königsbach. Nach gutem Pressing konnte Dietzen alleine auf den Schlussmann zulaufen. Wohl zu überrascht davon ließ er sich den Ball vor den Füßen wegnehmen. Ähnlich agierte auch der Gastgeber, der einige gute Konter fuhr, aber im Gefahrenbereich doch nicht zum Abschluss kommen durfte. In der 66. Minute mussten sie das auch nicht, da sich Schlussmann Hof und ein Altdorfer Stürmer zu nahe kamen, der Stürmer den Windstoß spürte und zu Boden fiel. Der nicht ganz souveräne Unparteiische pfiff die Aktion ab und zeigte zum Ärger der Königsbacher auf den Punkt. Das Geschenk nahm der Tabellenführer dankend an und verwertete zum 3:2. Doch auch dieses Mal wurden die Spieler des TSV ihrem jetzigen Ruf, erst dann mit dem Kämpfen aufzuhören, wenn sie in den Autos sitzen, gerecht. Keine zehn Minuten später hatte Müller ein wenig Platz im Mittelfeld, das er mit einem Doppelpass mit Weiner schnell überbrückte und in den Lauf von Deluse spielte. Dieser legte den Ball auf die rechte Seite zu Ferdinand, der mustergültig hineinflankte und einen bereits bekannten Abnehmer fand. Es war wieder Weiner, der die Gäste mit Köpfchen zum Jubeln brachte. Wir fragten bei Weiner nach dem Spiel nach, ob er sich ein Denkmal in Altdorf errichten lassen will. Dieser verneinte aber, da auf Denkmäler nur die Tauben draufscheißen. Nach dem Ausgleich war nun der TSV am Drücker und der Führung näher. Einmal war es Buschlinger, der nach einer Hereingabe zu weit in Rückenlage geriet und den Ball am Tor vorbeischoss und bei der zweiten Möglichkeit war es Deluse, der nach einem klasse Zuspiel von Lebrecht alleine vor dem Tormann auftauchte, den Ball aber am Tor vorbeidrosch. Das sollte die letzte nennenswerte Szene eines hitzigen, aber guten Spiels bleiben. Beide Mannschaften versuchten noch, das Kräftemessen für sich zu entscheiden und zeigten eindrucksvoll, dass Fußball für sie ein Kampf auf Leben und Tod ist. Ich persönlich mag diese Einstellung nicht und versichere Ihnen, dass es viel ernster ist. Kurz vor dem Abpfiff verteilte der Schiedsrichter noch einige Karten und pfiff dann pünktlich ab. Mit dem dritten Unentschieden in Folge tritt der TSV zwar nur auf der Stelle, aber dieser eine Punkt ist besser als in die Hose geschissen zu haben. Nach einem kurzen Aufenthalt in der Kabine fuhren alle Gästespieler nach hause. Alle bis auf den dreifachen Weiner. Dieser wollte in Altdorf bleiben und nächste Woche wieder dort spielen.
Resümierend kann man sagen, dass das Spitzenspiel seinem Namen gerecht wurde, bei dem nicht unbedingt das spielerische Können beider Mannschaft zum Vorschein kam, sondern der Einsatz und der Wille, das Duell/die Duelle für sich zu entscheiden.
Auch für die gestrige Unterstützung wollen wir uns bei allen Anhängern bedanken und hoffen, Sie wieder am Sonntag auf heimischen Geläuf wiederzusehen, wenn wir den Tabellenzweiten aus Seebach zum letzten Spieltag der Hinrunde begrüßen.



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