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TSV 1899 Königsbach e.V. 

Neuigkeiten vom TSV 1899 Königsbach


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30.10.2017

News der 1. Mannschaft: Bericht 14. Spieltag

Am 10.08.2008 gab es das letzte Aufeinandertreffen im Ligabetrieb zwischen dem TSV Königsbach und dem VfL Neustadt. An jenem Tag konnte Neustadt in Königsbach einen Kantersieg von 1:5 einfahren. Fast zehn Jahre später am 27.10.2017 begegneten sich beide Teams am 13. Spieltag in Neustadt an der Haidmühle wieder. Die Vorzeichen waren dieses Mal allerdings etwas anders: Nach 12 Spieltagen kommt Neustadt auf eine Punkteausbeute von 17 und Königsbach auf 22 Zähler. Punktsieg für Königsbach. In der Kategorie Beständigkeit geht der Punkt ebenfalls an die Gäste aus Königsbach, die in den letzten fünf Spielen keine Niederlage hinnehmen mussten, während Neustadt im Wechsel gewinnt und verliert. Die Statistik spricht also für den Gast aus Königsbach, aber laut Statistik beträgt der Verbrauch an Toilettenpapier pro Kopf 1,4 Kilogramm. Wieso eigentlich pro Kopf? So viel also zu Statistiken. Aber genug der Einleitung und der Daten, kommen wir zu den Taten.
Pünktlich um 19:30 Uhr pfiff der Schiedsrichter das Derby an und Königsbach übernahm prompt den Ball und die Initiative, während sich die Heimmannschaft auf die Defensive und Spielzerstörung konzentrierte. Das klappte auch bis zur 15. Minute sehr gut. Nach einer Balleroberung in der eigenen Hälfte, überbrückte der TSV das Mittelfeld mit einem Pass auf Müller. Dieser versuchte es mit einem Distanzschuss von der rechten Seite aus etwa 25 Metern, aber scheiterte am Allerwertesten eines Neustädters. Während die Neustädter Defensive den Ball in Strafraumnähe beobachteten, schaltete der ehemalige VfL´er Müller am schnellsten und setzte die Abwehr mit einem Dribbling unter Druck. In der Zwischenzeit löste sich Deluse und startete in die freie Stelle, wo auch der Ball nach einem Zuspiel hinging. Deluse ließ sich diese Chance nicht nehmen und verwertete mit einem flachen Schuss ins linke Eck und zeigte eindrucksvoll, dass es meist ein Tor ist, wenn der Ball am Torwart vorbeigeht. Diese Führung konnte im nächsten Angriff fast ausgebaut werden. Dieses Mal konnte Deluse zum Vorlagengeber werden, aber seine scharfe Flanke erreichte den durchstartenden Ferdinand nicht. Da es spielerisch nicht ganz klappte, musste der VfL über Standards gefährlich werden. So zum Beispiel in der 20. Minute. Nach einem Eckball kam ein Neustädter Spieler an der Grundlinie an den Ball. Er spielte zwei Gegner aus, um anschließend mustergültig in die Mitte zu spielen, wo ein Mitspieler den Ausgleich markierte. Ganz klar: kaum etwas ist scheisser als ein Gegentreffer so kurz nach der eigenen Führung. Doch wie in den letzten Spielen ließen sich die Königsbacher Spieler auch nicht durch dieses Gegentor die Spielfreude nehmen. Viele Einschussmöglichkeiten kamen dabei jedoch nicht heraus. Erst ein Eckball von rechts sollte den gegnerischen Torwart auf die Probe stellen. Weiner köpfte den hereingeschlagenen Ball am langen Pfosten aufs Tor, doch der Schlussmann reagierte stark und parierte mit einer schönen Flugeinlage zur Ecke. Der gleiche Schlussmann sollte auch in der nächsten Szene in den Mittelpunkt rücken. Nach einer Balleroberung am gegnerischen 16er fand sich der Buschlinger im direkten Duell mit dem Schlussmann wieder. Mit einem kurzen Lupfer versuchte der Neuzugang aus Dudenhofen den Ball hinter die Linie zu befördern, doch auch dieses Mal reagierte der Torwart stark und lenkte das Leder über die waagrechte Torstange. Dieser Misserfolg sollte dem TSV-Spieler aber nicht zu Kopfe steigen. Doch dazu gleich. Nach einer hartumkämpften, aber immer fair geführten ersten Halbzeit entließ der Unparteiische die Kontrahenten in die Pause. Pünktlich zum Anpfiff waren der Gast wieder voll bei der Sache. Neustadt wohl noch mit den Gedanken in der Kabine. Nur drei Minuten nach Wiederanpfiff und einem langen Pass von Buschlinger über die gegnerische Abwehr in den Lauf von Deluse, sollte der Schlussmann auch dieses Mal seine Mannschaft vor dem Rückstand bewahren. Doch wie schon im ersten Duell mit Deluse sollte der Torhüter auch in dieser Situation wieder nur zweiter Sieger sein. Nach einem Schuss des Stürmers bekam der Tormann zwar noch die Hand an den Ball, aber am Einschlag und der damit verbundenen Führung für Königsbach änderte sich nichts. Deluse demonstrierte an dem Abend, dass er mit allen Abwassern gewaschen ist. Was sich allerdings danach abspielte, kann ich mir nicht ganz erklären. Königsbach schaltete ab und überließ dem Gastgeber das Kommando. Eine gute Einschussmöglichkeit endete knapp am Tor und danach operierte der Gastgeber mit langen Bällen oder Weitschüssen, die allerdings von Hof pariert und abgelaufen wurden oder eben von den VfL- Spielern leichtfertig vertändelt wurden. In dieser Phase gewann man fast den Eindruck, als ob da ein Igel gegen eine Schildkröte kämpfte. Gegen Ende des Spieles zeigte sich die konditionelle Überlegenheit von Königsbach. Die Offensive marschierte munter weiter und Neustadt kam nicht mehr richtig hinterher. Nutznießer des Ganzen konnte Dietzen werden, scheiterte aber gleich drei Mal. Zwei Mal mit Schüssen aus spitzem Winkel von der rechten Seite und einmal aus kurzer Distanz frontal vor dem Tor. Wir fragten beim schnellen Außenspieler nach und bekamen als Antwort: Beim Football muss man nicht ins Tor schießen, sondern oben drüber. Das konnte ich schon immer ganz gut. Als der TSV nahe an der Vorentscheidung war, pfiff der Schiedsrichter die Partie ab. Wieder zeigte der Königsbach, dass sie im Moment auswärts nicht nur anreisen, um Hallo zu sagen, sondern um Fußball zu spielen und zu gewinnen.
Mit diesem Sieg kann Königsbach auch in dieser Woche seinen Höhenflug fortsetzen, den dritten Platz verteidigen und den Abstand zu den Mittelfeldplätzen vergrößern. Alle, die noch mehr Spiele des TSV sehen wollen, müssen auf dieses Vergnügen nicht lange warten, da bereits am Mittwoch Heiligenstein nach Königsbach an Hildenbrandseck kommt. Auch in diesem Spiel freut sich die Mannschaft über zahlreiche und tatkräftige Unterstützung, die wieder mit aufopferungsvollem Einsatz zurückgezahlt wird, um die Leute, die der Mannschaft Blumen zuwerfen, nicht dazu zu bringen, plötzlich die Töpfe dran zu lassen.



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